Haemoprocan 100 mg 100 Stück

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Beschreibung
Haemoprocan wird zur Behandlung von Eisenmangelzuständen eingesetzt.
Packungsgröße: 100 Stück. Darreichungsform: Filmtabletten. PZN: 16583676.
Zusammensetzung
- Der Wirkstoff ist: Eisen. Eine Filmtablette enthält 100 mg Eisen, eingesetzt als getrocknetes Eisen(II)-sulfat.
Dosierung und Anwendung
Die empfohlene Dosis beträgt: Erwachsene nehmen 2 mal täglich 1 Filmtablette ein.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht vorgesehen.
Für Personen, die an einer Nieren- oder Lebererkrankung leiden Für konkrete Dosierungsempfehlungen bei eingeschränkter Nierenfunktion/Leberfunktion gibt es keine hinreichenden Daten.
Die Filmtabletten sollen morgens nüchtern bzw. jeweils 1 Stunde vor den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden, um mögliche Schädigungen der Schleimhaut durch stecken gebliebene Tabletten zu verhindern.
Nehmen Sie die Tablette unzerkaut mit Wasser ein. Lutschen oder zerkauen Sie die Tablette nicht, und lassen Sie die Tablette nicht länger im Mund.
Die dem Körper zuzuführende Eisenmenge hängt vom Stadium des Eisenmangels ab. Fragen Sie dazu bitte Ihren Arzt.
Die Dauer der Behandlung richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Grundsätzlich ist eine Eisentherapie, um einen Therapieerfolg zu erzielen, über einen Zeitraum von mindestens 8 Wochen erforderlich. Nach Normalisierung der Blutwerte (Hämoglobin) sollte zum Auffüllen des Eisen- Vorrats noch 6-8 Wochen weiter behandelt werden.
Wenn Sie eine größere Menge von Haemoprocan eingenommen haben, als Sie sollten oder der Verdacht einer Überdosierung besteht, informieren Sie einen Arzt. Bei Einnahme durch Kinder sollten Sie unverzüglich den ärztlichen Notdienst rufen!
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern führen Sie in diesen Fällen die Einnahme wie ursprünglich vorgesehen fort.
Zutaten
- Die sonstigen Bestandteile sind: Maltodextrin, Calciumstearat (Ph. Eur.), Lactose-Monohydrat, Copovidon, Macrogol 4000, Talkum, Calciumcarbonat, Kakaobutter, Magnesiumstearat (Ph. Eur.) [pflanzlich], Schellack (entwachst), Titandioxid (E 171), Cellulosepulver, Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph. Eur.), Natriumdodecylsulfat, Saccharose, Povidon K25, Eisenoxide und -hydroxide (E 172).
Hinweise
Haemoprocan darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie allergisch gegen Eisensulfat oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie unter Blutarmut leiden, die durch Infektionen oder Krebserkrankungen verursacht ist, sofern nicht gleichzeitig ein Eisenmangel besteht.
- wenn bei Ihnen eine Anhäufung von Eisen im Blut (erhöhte Eisenwerte) und Eisenverwertungsstörungen vorliegen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Haemoprocan einnehmen.
- wenn Sie Schluckbeschwerden haben.
Aufgrund des Risikos von Mundgeschwüren (Mundulzera) und Zahnverfärbungen dürfen die Tabletten nicht gelutscht, zerkaut oder länger im Mund gelassen werden, sondern sollen unzerkaut mit Wasser geschluckt werden. Falls Sie diese Anweisung nicht befolgen können oder Schwierigkeiten beim Schlucken haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie sich versehentlich an einer Tablette verschluckt haben, wenden Sie sich bitte so bald wie möglich an Ihren Arzt. Es besteht die Gefahr von Geschwüren und einer Verengung der Bronchien,
sollte die Tablette in die Luftwege gelangen. Dies kann zu andauerndem Husten, dem Husten von Blut und/oder dem Gefühl von Atemlosigkeit führen, sogar, wenn sich das Verschlucken Tage bis Monate vor dem Auftreten dieser Symptome ereignet hat. Daher müssen Sie sofort untersucht werden, damit sichergestellt wird, dass die Tablette Ihre Atemwege nicht schädigt.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Haemoprocan ist erforderlich:
- wenn Sie unter Entzündungen oder Geschwüren der Magen- Darmschleimhaut leiden. Sprechen Sie vor Einnahme von Haemoprocan mit Ihrem Arzt. Er wird den Nutzen der Behandlung sorgfältig gegen das Risiko einer Verschlimmerung der Magen- Darmerkrankung abwägen.
- wenn Sie zusätzlich diätetische oder andere Eisensalz-Ergänzungen verwenden. Um das Risiko einer möglichen Eisenüberdosierung zu vermeiden, sprechen Sie vor der Einnahme von Haemoprocan mit Ihrem Arzt.
Kinder und Jugendliche Dieses Arzneimittel ist zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht geeignet. Bei (kleinen) Kindern besteht die Gefahr einer Eisenvergiftung (siehe Abschnitt "Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten").
Einnahme von Haemoprocan zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Eisensalze wie Haemoprocan
- vermindern die Aufnahme von
- bestimmten Antibiotika (Tetracykline)
- Penicillamin (Mittel gegen rheumatische Erkrankungen)
- Levodopa (Parkinsonmittel)
- Methyldopa (Mittel gegen Bluthochdruck)
- Thyroxin (Schilddrüsenhormon) bei Patienten, die mit Thyroxin behandelt werden
- Zink.
- beeinflussen die Aufnahme von Chinolon-Antibiotika (z. B. Ciprofloxazin, Levofloxazin, Norfloxazin, Ofloxazin).
- können die Reizwirkung auf die Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes verstärken, wenn sie gleichzeitig mit nichtsteroidalen Antirheumatika eingenommen werden (dazu gehören z. B. einige gebräuchliche Arzneimittel gegen Schmerzen, Fieber und Entzündungen).
Die Aufnahme von Eisen wird durch die gleichzeitige Einnahme von folgenden Arzneimitteln herabgesetzt
- Cholestyramin (Mittel zur Senkung erhöhter Blutfettwerte)
- Antacida (magensäurebindende Calcium-, Magnesium-, Aluminium-Salze)
- sowie Calcium- ,Magnesium- und Zink-Ergänzungspräparate.
Sie sollten Haemoprocan nicht innerhalb der folgenden 2–3 Stunden nach Einnahme einer der oben genannten Substanzen einnehmen.
Protonenpumpenhemmer (Arzneimittel, die die Bildung von Magensäure vermindern), wie z.B. Omeprazol, können die Aufnahme von oralem Eisen vermindern. Informieren Sie Ihren Arzt, sollten Sie diese Arzneimittel gleichzeitig einnehmen.
Einnahme von Haemoprocan zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Sie sollten Haemoprocan 1 Stunde vor oder eventuell zwischen den Mahlzeiten einnehmen, da Nahrungsmittel die Eisenaufnahme beeinträchtigen können.
Eisenbindende Substanzen wie Phytate (z. B. aus Getreide), Phosphorsäuresalze (z. B. aus Milch), Oxalsäuresalze (z. B. aus Spinat oder Rhabarber), Gerbsäuren (Tee) oder Kaffee hemmen die Aufnahme von Eisen durch den Organismus.
Schwangerschaft und Stillzeit Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Eine Behandlung mit Haemoprocan sollte nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung und Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen und die hohe Dosierung von 2 mal einer Filmtablette pro Tag nicht über einen längeren Zeitraum verordnet werden.
Stillzeit Auch während der Stillzeit sollte Haemoprocan nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und nach Rücksprache mit dem Arzt verordnet werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen Es sind keine Auswirkungen bekannt.
Haemoprocan enthält Lactose und Saccharose Bitte nehmen Sie Haemoprocan erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Haemoprocan enthält Natrium Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d. h. es ist nahezu "natriumfrei".
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Nicht über 30 °C lagern.
Quelle: Herstellerangaben (betapharm Arzneimittel GmbH). Stand: September 2026.
Pflichtangaben
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Das Arzneimittel darf nicht gelutscht, zerkaut oder länger im Mund gelassen werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach der Art der Beschwerden und/oder dem Verlauf der Erkrankung. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Erbrechen, Magenbeschwerden, Durchfall und Kreislaufkollaps. Insbesondere Kleinkinder sind sehr gefährdet. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
| Allgemeine Dosierungsempfehlung: | |||
| Personenkreis | Einzeldosis | Gesamtdosis | Zeitpunkt |
| Erwachsene | 1 Tablette | 2-mal täglich | morgens und abends, vor der Mahlzeit (ca. 1 Stunde) |
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Blutarmut mit Eisenverwertungsstörung, wie z.B.:
- Sideroachrestische Anämie
- Thalassämie
- Bleianämie
- Hämochromatose (Eisenüberladung)
- hämolytische Anämie (Blutarmut aufgrund verkürzter Lebensdauer der roten Blutkörperchen)
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Magenschleimhautentzündung
- Geschwüre im Verdauungstrakt
- Entzündliche Darmerkrankungen, wie:
- Colitis ulcerosa
- Morbus Crohn
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Durchfälle
- Verstopfung
- Schwarzfärbung des Stuhls, die unbedenklich ist
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Eisen-Komplex-Verbindungen!
- Vorsicht bei Allergie gegen Polyethylenglykol(PEG)-haltige Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Calciumcarbonat!
- Vorsicht bei Allergie gegen Kakao!
- Vorsicht bei Allergie gegen Maisstärke!
- Vorsicht bei Allergie gegen Natriumlaurylsulfat und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Kaffee, Cola-Getränke, Mate-Tee sowie grüner und schwarzer Tee sollen während der Behandlung mit dem Medikament vermieden werden.
- Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse), ebenso Mineralwasser, mit Kalzium angereicherte Getränke und Mineralstoffpräparate, sind innerhalb von 2 Stunden vor und 4 Stunden nach der Einnahme zu meiden.
Eisen gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen und ist im Körper an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Wichtig ist Eisen zum Beispiel für die Bildung roter Blutkörperchen.
| Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 1 Tablette. | |
| Wirkstoff Eisen(II)-sulfat, getrocknetes | + |
| entspricht Eisen(II)-Ion | 100mg |
| Hilfsstoff Maltodextrin | + |
| Hilfsstoff Calcium(palmitat,stearat) | + |
| Hilfsstoff Lactose-1-Wasser | + |
| entspricht Lactose | 10,9mg |
| Hilfsstoff Copovidon | + |
| Hilfsstoff Macrogol 4000 | + |
| Hilfsstoff Talkum | + |
| Hilfsstoff Calciumcarbonat | + |
| Hilfsstoff Kakao-Butter | + |
| Hilfsstoff Magnesium stearat (pflanzlich) | + |
| Hilfsstoff Schellack | + |
| Hilfsstoff Titandioxid | + |
| Hilfsstoff Cellulosepulver | + |
| Hilfsstoff Maisstärke | + |
| Hilfsstoff Carboxymethylstärke, Natrium Typ A | + |
| Hilfsstoff Natriumdodecylsulfat | + |
| Hilfsstoff Saccharose | 7,5mg |
| Hilfsstoff Povidon K25 | + |
| Hilfsstoff Eisenoxide und -hydroxide | + |
Bewertungen
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