Oxalsaeure Bern40 mg/ml Vet 1 Liter

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Beschreibung
Ein Mittel zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) ist die Oxalsäure Bernburg 40 mg/ml, Konzentrat zur Herstellung einer Lösung für Bienen.
Packungsgröße: 1 Liter. Darreichungsform: Lösung. PZN: 18679506.
Die Oxalsäuredihydrat-Lösung wird bei Bienenvölkern angewendet, die mit Varroa-Milben (Varroa destructor) infiziert sind. Diese Erkrankung nennt man Varroose.
ANWENDUNGSGEBIETE:
Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) bei Honigbienen (Apis mellifera).
Zusammensetzung
1 ml enthält:
Wirkstoff: Oxalsäure 40 mg (entspricht 56 mg Oxalsäuredihydrat)
Sonstige Bestandteile:
Gereinigtes Wasser
Dosierung und Anwendung
Art und Dauer der Anwendung:
Variante 1: Träufelanwendung im Herbst/Winter
- Voraussetzungen: brutfreies Volk, Temperaturen über 4 °C, einmalige Behandlung
- Es wird Zucker (Saccharose) benötigt, der beispielsweise auch für die Fütterung der Bienen verwendet wird.
- Zubereitung der gebrauchsfertigen 3,5 % (m/V) Oxalsäuredihydrat-Zuckerlösung:
Behältnis mit der Oxalsäuredihydrat-Lösung in einem handwarmen Wasserbad (30–35 °C) erwärmen und anschließend aus dem Wasserbad nehmen
Versiegelten Behälter öffnen und die erforderliche Menge Zucker abwiegen und hineingeben:
- 443 g Zucker bei Verwendung der 1 l Flasche
Flasche gut verschließen und kräftig schütteln, bis der Zucker vollständig gelöst ist
Benötigte Menge in eine Spritze (oder Dosa Laif Flasche) füllen (maximal 50 ml pro Bienenstock)
Lauwarme Lösung von oben auf die Bienen in den Wabengassen träufeln
Variante 2: Sprühanwendung im Herbst/Winter oder Frühjahr/Sommer
- Herbst/Winter: Sprühanwendung einmalig am brutfreien Volk bei Temperaturen von über 4 °C
- Frühjahr/Sommer: Sprühanwendung an Schwärmen oder bei Ablegerbildung zu Tageszeiten ohne Flugaktivität
- Zubereitung der gebrauchsfertigen 3,0 % (m/V) Oxalsäuredihydrat Sprühlösung:
Versiegelten Behälter öffnen und Trinkwasser des Härtebereichs I
(0–7 ° dH) oder destilliertes Wasser zugeben:
- 400 ml Wasser bei Verwendung der 1 l Flasche
Behälter verschließen und gut schütteln
Einen Sprühkopf aufschrauben
Je nach Beute-Typ 2–4 ml pro bienenbesetzte Wabenseite aufsprühen
Dosierung
Variante 1: Träufelanwendung
| Beutetyp | Volumen der gebrauchsfertigen Oxalsäuredihydrat-Zuckerlösung pro bienenbesetzte Wabengasse |
| Kleine Beutenz.B. DNM; National, WBC, Zander (Flachzarge) | 3 – 4 ml |
| Mittelgroße Beutenz.B. Commercial, Langstroth und Schweizer Beute | 4 – 5 ml |
| Große Beutenz.B. Dadant, Schweizer Kasten | 5 – 6 ml |
- Pro Bienenstock maximal 50 ml der gebrauchsfertigen Oxalsäuredihydrat-Zuckerlösung angewenden
- Bei zwei-zargigen Bienenstöcken zuerst die untere Zarge und anschließend die obere Zarge beträufeln
Variante 2: Sprühanwendung
| Beutetyp | Volumen der gebrauchsfertigen Oxalsäuredihydrat-Sprühlösung pro bienenbesetzter Wabenseite |
| Kleine Beutenz.B. DNM; National, WBC, Zander (Flachzarge) | 2 – 3 ml |
| Mittelgroße Beutenz.B. Commercial, Langstroth und Schweizer Beute | 2,5 – 3,5 ml |
| Große Beutenz.B. Dadant, Schweizer Kasten | 3 – 4 ml |
- Für eine nur zur Hälfte besetzte Wabe sollte die Dosis um 50 % reduziert werden, Kunstschwärme in Trauben werden mit 20-25 ml der gebrauchsfertigen Lösung pro kg Bienenmasse besprüht
- Pro Bienenstock maximal 100 ml der gebrauchsfertigen Oxalsäuredihydrat-Sprühlösung angewenden
- Für eine genaue Dosierung mit der Sprühflasche 10 Pumpstöße in einen Messbecher sprühen, abmessen und die Menge pro Pumpstoß berechnen. Anschließend die Anzahl der Pumpstöße für die Behandlung einer Wabenseite berechnen.
Hinweise
Wartezeit:
Honig: Null Tage
Hinweis für die Sprühanwendung:
Honigproduzenten sollten beachten, dass bestimmte Qualitätsanforderungen für Honig nur einen begrenzten Säuregehalt und keine
Geschmacks- oder Geruchabweichungen zulassen. Es wird daher empfohlen, die Behandlung von Wirtschaftsvölkern ohne aufgesetzte
Honigräume durchzuführen oder die Behandlung nach der Honigernte auszuführen. Nicht auf Waben sprühen, die für die Honigproduktion
im laufenden Jahr verwendet werden.
Oxalsäure ist stark ätzend und kann über die Haut aufgenommen werden. Aus diesem Grund sollten bei der Anwendung säurefeste Handschuhe, Schutzbrille und Imkerschutzkleidung getragen werden. Nach der Anwendung empfehlen wir, die Hände und Gerätschaften gründlich mit Wasser und Seife zu reinigen.
Weiterhin darf die Oxalsäuredihydrat-Lösung nicht eingenommen werden. Sie wirkt gesundheitsschädlich!
GEGENANZEIGEN:
Das Tierarzneimittel nicht an Völkern mit Brut anwenden.
NEBENWIRKUNGEN:
Honigbiene:
unbestimmte Häufigkeit
Anstieg des Bienentotenfalls1
Reduzierung der Volksstärke1
1 i.d.R ohne nachhaltige Auswirkung auf die Volksstärke und das Leistungsvermögen der Kolonie
Tierarzneimittel, das nicht der Verschreibungspflicht unterliegt.
Quelle: Herstellerangaben (Serumwerk Bernburg AG). Stand: September 2026.
Bewertungen
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