Tapfi 25 mg/25 mg 2 Stück

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Beschreibung
Anwendungsgebiete: wird vor bestimmten medizinischen Eingriffen auf die Haut aufgebracht und wirkt, indem es die Hautoberfläche kurzzeitig betäubt. Es kann zur Betäubung der Haut eingesetzt werden vor einem Nadeleinstich (z.B. wenn Sie eine Injektion bekommen oder zur Blutabnahme) oder kleineren operativen Eingriffen an der Haut.
Packungsgröße: 2 Stück. Darreichungsform: Pflaster. PZN: 16739747.
Zusammensetzung
Die Wirkstoffe sind Lidocain und Prilocain. 1 wirkstoffhaltiges Pflaster enthält 25 mg Lidocain und 25 mg Prilocain. Die sonstigen Bestandteile sind: Emulsion: Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.), Carbomer 974P, Natriumhydroxid, Gereinigtes Wasser. In Kontakt mit der Haut stehender Teil des wirkstoffhaltigen Pflasters: Saugfähige Zellulosescheibe, beschichtete Trägerfolie (Aluminiumfolie mit Kunststoffüberzug), Schaumstoffklebestreifen (polyethylenbeschichteter Ring mit Acrylatkleber).
Dosierung und Anwendung
Anwendung von Tapfi:
Wo das wirkstoffhaltige Pflaster aufgeklebt wird, wie viele Pflaster angewendet werden und wie lange es auf der Haut verweilt, hängt davon ab, wofür es benötigt wird. Ihr Arzt, Apotheker oder medizinisches Fachpersonal wird das wirkstoffhaltige Pflaster aufkleben oder Ihnen zeigen, wie Sie es korrekt selbst anwenden.
Wenden Sie Tapfi nicht auf folgenden Hautflächen an:
- Schnitte, Abschürfungen oder Wunden.
- Stellen mit Hautausschlag oder Ekzemen.
- In der Nähe der Augen.
- Im Mund.
Anwendung auf der Haut vor kleineren Eingriffen (wie bei einem Nadeleinstich oder kleineren Hautoperationen):
Das wirkstoffhaltige Pflaster wird auf die Haut aufgeklebt. Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen sagen, wo Sie es aufkleben sollen. Das wirkstoffhaltige Pflaster wird unmittelbar vor dem Eingriff wieder entfernt.
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren:
Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren werden üblicherweise ein oder mehrere Pflaster aufgebracht. Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren wird das wirkstoffhaltige Pflaster mindestens 60 Minuten vor dem Eingriff aufgeklebt. Kleben Sie es jedoch nicht mehr als 5 Stunden vor dem Eingriff auf.
Kinder:
Bei Kindern hängt es vom Alter ab, wie viele wirkstoffhaltige Pflaster angewendet und wie lange diese angewendet werden. Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen sagen, wie viele wirkstoffhaltige Pflaster Sie benötigen und wann diese aufgeklebt werden sollen.
Anwendung auf der Haut vor kleineren Eingriffen (wie bei einem Nadeleinstich oder kleineren Hautoperationen):
Einwirkdauer: ca. 1 Stunde.
Neugeborene und Säuglinge im Alter von 0 - 2 Monaten:
Ein wirkstoffhaltiges Pflaster wird auf die zu behandelnde Hautfläche aufgeklebt. Einwirkdauer: höchstens 1 Stunde. Innerhalb von 24 Stunden darf nur eine Einzeldosis angewendet werden. Aufgrund seiner Größe ist das wirkstoffhaltige Pflaster für die Anwendung auf bestimmten Körperpartien von Neugeborenen und Säuglingen nicht geeignet.
Säuglinge im Alter von 3 - 11 Monaten:
Bis zu zwei wirkstoffhaltige Pflaster werden auf die zu behandelnde Hautfläche aufgeklebt. Einwirkdauer ca. 1 Stunde, höchstens 4 Stunden.
Kinder von 1 - 5 Jahren:
Bis zu 10 wirkstoffhaltige Pflaster werden auf die zu behandelnde Hautfläche aufgeklebt. Einwirkdauer ca. 1 Stunde, höchstens 5 Stunden.
Kinder von 6 - 11 Jahren:
Bis zu 20 wirkstoffhaltige Pflaster werden auf die zu behandelnde Hautfläche aufgeklebt. Einwirkdauer ca. 1 Stunde, höchstens 5 Stunden.
Innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden dürfen bei Kindern über 3 Monaten maximal 2 Dosen wie oben aufgeführt im Abstand von jeweils 12 Stunden angewendet werden. Tapfi kann bei Kindern mit Neurodermitis (einer Hauterkrankung, die auch "atopische Dermatitis" genannt wird), angewendet werden, allerdings beträgt die Einwirkdauer dann nicht mehr als 30 Minuten.
Wenn Sie das wirkstoffhaltige Pflaster aufbringen, ist es wichtig, dass Sie exakt den folgenden Anweisungen folgen:
Falls notwendig, entfernen Sie vor der Anwendung Körperbehaarung in dem entsprechenden Hautareal. Das wirkstoffhaltige Pflaster darf nicht zerschnitten oder anderweitig zerteilt werden.
- Achten Sie darauf, dass die zu betäubende Hautfläche sauber und trocken ist. Biegen Sie den überstehenden Aluminiumflügel an der Ecke des Pflasters nach hinten. Ergreifen Sie nun mit der anderen Hand die hautfarbene Pflasterseite. Achten Sie darauf, dass beide Lagen an der Ecke gut getrennt sind, bevor Sie weiter fortfahren.
- Ziehen Sie nun Klebefläche und Schutzfolie auseinander. Achten Sie dabei darauf, dass Sie nicht das weiße runde Kissen berühren, das die Wirkstoffe (Lidocain/Prilocain) enthält.
- Drücken Sie nicht auf die Mitte des wirkstoffhaltigen Pflasters. Das könnte dazu führen, dass die Tapfi-Emulsion austritt und die Klebefläche nicht ausreichend haftet. Drücken Sie das Pflaster an den Rändern fest an, damit es gut auf der Haut haftet.
- Bei Kindern unter 3 Monaten darf das wirkstoffhaltige Pflaster nicht länger als eine Stunde aufgebracht bleiben.
- Entfernen Sie das wirkstoffhaltige Pflaster nach Ablauf der entsprechenden Einwirkzeit.
Anwendung auf der Haut vor der Entfernung von Dellwarzen:
Tapfi kann bei Kindern und Jugendlichen mit Neurodermitis (einer Hautkrankheit, die auch "atopische Dermatitis" genannt wird) angewendet werden. Die übliche Dosis hängt vom Alter des Kindes ab und wird für 30 bis 60 Minuten angewendet (30 Minuten bei Kindern/Jugendlichen mit Neurodermitis). Ihr Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal wird Ihnen sagen, wie viele Pflaster Sie anwenden sollen.
Hinweise
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf. Nicht über 25°C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Quelle: Pflichtangaben und Gebrauchsinformation (Pädia GmbH). Stand: Juni 2022.
Pflichtangaben
- Oberflächliche Betäubung vor Nadeleinstichen
- Oberflächliche Betäubung der Haut bei kleineren Operationen
Kleben Sie das wirkstoffhaltige Pflaster auf die betroffene(n) Hautstelle(n). Die betroffene(n) Hautstelle(n) sollten sauber, trocken und unbehaart sein. Drücken Sie die Pflasterränder kräftig an und sparen Sie die Pflastermitte dabei aus. Das Pflaster sollte mindestens 1Stunde vor dem geplanten Eingriff auf die Haut aufgebracht werden. Sie dürfen das Pflaster nicht zerschneiden oder anderweitig zerteilen. Waschen Sie nach der Anwendung gründlich die Hände. Vermeiden Sie den versehentlichen Kontakt mit Augen, geschädigter Haut und offenen Hautstellen.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer bzw. Einwirkdauer des Arzneimittels richtet sich nach der Art des Eingriffs. Sie sollte deshalb in Absprache mit Ihrem Arzt festgelegt werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu einem verminderten Sauerstofftransport roter Blutkörperchen (Methämoglobinämie), Störungen des Nervensystems wie Krämpfe und Bewusstseinsstörungen und zu Herz-Kreislauf-Beschwerden kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Erbliche Enzymstörung (Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel)
- Verminderter Sauerstofftransport roter Blutkörperchen (Methämoglobinämie)
- Neurodermitis
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Es gibt nach derzeitigen Erkenntnissen keine Hinweise darauf, dass das Arzneimittel während der Stillzeit nicht angewendet werden darf.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
- Hautrötung an der Anwendungsstelle
- Wassereinlagerung an der Anwendungsstelle
- Helle Hautfärbung an der Anwendungsstelle
- Schmerzen an der Anwendungsstelle
- Juckreiz an der Anwendungsstelle
- Wärmegefühl an der Anwendungsstelle
- Verminderter Sauerstofftransport roter Blutkörperchen (Methämoglobinämie)
- Überempfindlichkeit
- Reizung der Hornhaut des Auges (Kornea)
- Klein- bis großfleckige Hautschädigung (Hautläsion), insbesondere nach längerer Behandlung von Kindern mit Neurodermitis oder Dellwarzen
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Das Arzneimittel muss
- bei Raumtemperatur
- vor Frost geschützt
aufbewahrt werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Mittel zur örtlichen Betäubung (Lokalanästhetika wie Articain, Bupivacain, Lidocain, Mepivacain, Prilocain, Ropivacain)!
- Vorsicht bei Allergie gegen Polyethylenglykol(PEG)-haltige Stoffe!
- Lösungsvermittler (z.B. Poly(oxyethylen)-Rizinusöle) können (Schleim-)Hautreizungen hervorrufen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Das Arzneimittel besteht aus einer Kombination der zwei Wirkstoffe Lidocain und Prilocain, die zur Gruppe der Lokalanästhetika gehören. Die Wirkstoffe unterdrücken die Reizweiterleitung der Nerven und machen sie dadurch unempfindlich gegenüber Schmerzen und Juckreiz und führen zu einer örtlich begrenzten Betäubung.
| Die angegebenen Mengen sind bezogen auf 10 cm2 Pflaster = 1 Pflaster. | |
| Wirkstoff Lidocain | 25mg |
| Wirkstoff Prilocain | 25mg |
| Hilfsstoff Macrogol glycerolhydroxystearat | 20mg |
| Hilfsstoff Carbomer 974 P | + |
| Hilfsstoff Natriumhydroxid zur pH-Wert-Einstellung | + |
| Hilfsstoff Wasser, gereinigtes | + |
| Hilfsstoff Cellulose | + |
| Hilfsstoff Polyethylen-Folie, aluminisiert | + |
| Hilfsstoff Polyethylen-Acrylat-Kleber | + |
Bewertungen
Die Produktbewertungen spiegeln persönliche Erfahrungen anderer Kundinnen und Kunden wider. Sie ersetzen jedoch nicht die individuelle Beratung durch eine Ärztin, einen Arzt oder Apotheker. Bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden solltest du stets ärztlichen Rat einholen.


